In Formel E, MotoE

Die Formel E – Einsitzer mit Elektromotorantrieb – Meisterschaft, endete mit dem Doppelrennen in New York. Jean-Éric Vergne bestätigte sich erneut als Champion der Kategorie. Zum ersten Mal in der Geschichte der FE hat ein Fahrer zwei Titel gewonnen.
Unter den Teams hat Audi Sport ABT Schaeffler seine Position bestätigt (es hatte bereits im vergangenen Jahr gewonnen) und liegt an der Spitze des Teamrankings.

Wenn Sie durch die Ranglisten blättern, können Sie das Prestige und die Vielzahl der Hersteller sowie das Niveau der Fahrer nicht übersehen, beides inzwischen mit der Formel 1 vergleichbar. Es ist daher an der Zeit, das Szenario der Meisterschaft zu skizzieren und es auch abgelenkten Menschen vorzustellen.

Die Formel E ist weltweit die wichtigste Serie für elektrische Einsitzer.

2014 gegründet, wächst sie schnell und zählt einige der größten Marken der Automobilindustrie zu ihren Teilnehmern. Die Rennen werden unter der Schirmherrschaft der FIA ausgetragen, obwohl die Serie noch keinen Weltmeisterschaftsstatus genießt.

Die Formel E entspringt der Intuition von Alejandro Agag, der feststellte, dass die Zukunft der Mobilität von Elektroautos abhängt und beschloss eine Serie zu schaffen, bei der Einsitzer von solchen Motoren angetrieben werden. Ziel ist es zu beweisen, dass Autos mit geringer Umweltbelastung ein fesselndes Spektakel bieten können, und gleichzeitig den Herstellern die Möglichkeit zu geben, ihre Kompetenz auf dem Elektro-Gebiet unter Beweis zu stellen. Und welche Bühne ist dafür besser als Wettkämpfe? So entstand die Formel E.

Die teilnehmenden Hersteller

Die ersten Hersteller, die das Konzept begeistert aufnahmen, waren: Renault, Jaguar, Nio, Venturi, Mahindra, DS Automobile, Audi und BMW zu denen sich nachträglich Mercedes und seit 2020 Porsche gesellten. Im Jahr 2019 übernahm Nissan die Nachfolge von Renault: zwei Marken desselben Konzerns, der offensichtlich unterschiedliche Strategien für verschiedene Marken auf sportlicher Ebene verfolgt.

Warum diese Meisterschaft spannend ist

Die ersten 8 Rennen des Jahres wurden von acht verschiedenen Fahrern gewonnen, was der Show zusätzliche Würze verleiht. Die allgemeine Wettbewerbsfähigkeit und die Ungewissheit des Ergebnisses sind eine der größten Stärken der Formel E.

Die technischen Vorschriften sehen für alle Fahrzeuge das gleiche Fahrgestell und die gleiche Batterie vor. Es gibt nur wenige mögliche Modifikationen (Antriebsstrang, Kühlung und Getriebe sind die einzigen Komponenten, die modifiziert werden können). Auf Wettkampf-Ebene gibt es keinen Reifenwechsel und die Rennen sind leicht verständlich. Einfache, überschaubare Regeln sorgen für Konkurrenzkampf und unterhaltsame Rennen für das Publikum und die Fans.

Motorsport und Nachhaltigkeit

Dies ist eine mögliche und notwendige Kombination, um mit der heutigen Zeit Schritt zu halten. Die unbestrittene Klimakrise muss auch von den Akteuren des Rennsports bekämpft werden. Dieses zu verstehen und sich selbst zu modernisieren, bedeutet weiterhin vom Publikum akzeptiert werden zu können und Unternehmen und Sponsoren anzuziehen: niemand will oder kann es sich heute noch leisten, mit umweltverschmutzenden und -schädlichen Aktivitäten in Verbindung gebracht zu werden. Auch der Motorsport verändert sich durch die Formel E, und bietet den Fans die Möglichkeit aufregende und emissionsfreie Rennen zu verfolgen.

Vor dieser Aufgabe stehen wir jetzt, parallel zur Entwicklung von Elektroautos und der dafür erforderlichen Infrastruktur.

In Richtung E-Mobilität mit Blick auf die Forschung, aber ohne den Fokus auf das Marketing zu verlieren

Alle Hersteller beschäftigen sich mit der Einführung von Elektroautos, so dass die Formel E zum natürlichen Rahmen wird, in dem Forschung und Entwicklung betrieben werden, die Leistung verbessert und die Allgemeinheit über technologische Möglichkeiten informiert wird.

Wer fehlt?

Über die Anwesenden haben wir bereits berichtet. Der Gruppe fehlen nur Honda, Ford und die FCA, wobei der Leiter der F1-Programme von Honda, Masashi Yamamoto, gegenüber Motorsport.com erklärt hat, die Entwicklung der Serie genau zu verfolgen. “Wir haben als Honda Gespräche mit Alejandro Agag geführt – Bezug nehmend auf den Gründer und CEO der FE – in der Formel E fährt man in Städten, es ist Werbung mittels Rennen, anstelle von einem reinem Wettbewerb”.

Honda steht kurz davor, sein neues Elektroauto in Europa auf den Markt zu bringen, was sein Interesse an der Serie erklärt. “Viele Kunden interessieren sich für unsere Elektroautos. Es ist also richtig sich an sie zu wenden”, fuhr Yamamoto fort. “Einige Technologien können dem Rennsport ausgeliehen und in Serienfahrzeugen eingesetzt werden, woran wir interessiert sind”.

Die Wahl der Strecken durch die Städte

Die Möglichkeit, die Rennen im Herzen der Städte auszurichten. Eine Meisterschaft die – unabhängig vom sportlichen Aspekt – mit kultigen Städten und touristischen Zielen bereichert wird. Eine ausgezeichnete Gelegenheit zur Förderung von Tourismus, Nachhaltigkeit und Sport wie die Rennen in Rom und New York beispielsweise gezeigt haben.

Formel E und Social Media

Ein wachsendes Publikum, (die Zahlen sprechen von zwei- und dreistelligen Zuwachsraten) eine kämpferische Meisterschaft, die kontinuierliche soziale Interaktion zwischen Publikum und Fahrern durch den #Fanboost, die konkrete Auswirkungen auf das Rennen hat. Das Publikum kann einzelne Fahrer wählen, wobei die 5 meistgewählten Fahrer im zweiten Teil des Rennens von einem deutlichen Leistungsschub von 5 Sekunden profitieren… ideal für den entscheidenden Überholvorgang.

Die Schau an erster Stelle

Und um die Sache noch mehr aufzupeppen, der Attack-Mode: zwei Zeitfenster, in denen die Piloten für ein paar Minuten einen zusätzlichen Energieschub aktivieren können. Der Attack-Mode wird durch das befahren eines bestimmten Streckenabschnittes aktiviert und alle Fahrer müssen ihn während des Rennens zweimal benutzen.

Fassen wir zusammen

Im Wesentlichen handelt es sich um eine Meisterschaft, die mit Elektroautos – den Autos der Zukunft welche jene ersetzen sollen, die mit umweltschädlichen endothermen Motoren fahren – ausgetragen wird.

Ein Sprung nach vorn, bei dem die großen deutschen Hersteller (Audi, Porsche, BMW, Mercedes) engagiert sind, was viel über die Aufmerksamkeit der Industrie für diese Serie verrät. Ein Bereich der technologischen Herausforderung, in dem auch Lösungen für die Anwendung auf das Serienprodukt entwickelt werden. Die Möglichkeit, die Show dorthin zu bringen, wo das Publikum bereits ist, vielleicht sogar unter den Fenstern ihres Hauses vorbeifahrend.

Das Budget

Geringere Kosten: eine FE-Saison mit Investitionen von insgesamt höchstens fünfzehn Millionen Euro verbunden…. Ein Lappalie im Vergleich zu den F1-Budgets.

Das Publikum

Mit einem wachsenden Publikum und interessanten Rennen ist es leicht, den Elektrorennen der kommenden Jahre eine glänzende Zukunft vorauszusagen.
Sicherlich stellt die FE schon heute eine glaubwürdige und nachhaltige Alternative zur Formel 1 dar und am Rennsport interessierte Unternehmen können diese Serie für ihre Sportmarketingprogramme in Betracht ziehen.

MotoE… wurde ein Star geboren?

Meiner Meinung nach schon! Dieselben Argumente, die für die Formel E verwendet wurden, lassen sich auch auf die MotoE anwenden, die 2019 ihr Debüt auf der Rennstrecke gab. Leistungsstarke Motorräder in der Lage exzellente Leistungen zu bringen und eine Gruppe konkurrenzfähiger Fahrern die eine aufregende Show bieten wollen.

Ich bin sicher, dass sich die MotoE in einigen Jahren, trotz widerspenstiger Konservativen, als eine nachhaltige Alternative und/oder neben den traditionellen Rennen etabliert haben wird.* Dies ist ganz klar den Kurs, den die Dorna folgt, da sie im Gegensatz zur F1 diese neue Kategorie in sich aufgenommen hat.

Sie wird große technische Entwicklungen mit sich bringen, die zu leichteren und leistungsfähigeren Motorrädern führen werden, welche die Rundenzeiten um mehrere Sekunden senken können. Das erste Rennen enttäuschte nicht, die Rennstrecke war die gleiche wie die berühmteste MotoGP und das macht das Wachstum dieser Kategorie unausweichlich.

Die Rennen teilen sich mit ihrer großen Schwester die TV-Sender für die live Übertragungen, die Rennstrecken, die Einrichtungen und bieten die gleichen Möglichkeiten – für die Sponsoren – Fans abzufangen und nutzen die selben Räumlichkeiten für die Hospitality… Ein angekündigter Erfolg mit der Möglichkeit eines völlig anderen Storytelling, nachhaltig, sauber, leise und emissionfrei.

Unternehmen in Sektoren, die traditionell nicht zur Motorenindustrie gehören, können nun die Vorteile dieses innovativen Clean Championship nutzen, wodurch sie ihre Geschäfts- und Marketingziele erreichen können, ohne mit der eigenen Nachhaltigkeitspolitik und Emissionsreduzierung in Konflikt zu geraten.

Hier finden Sie den überarbeiteten MotoE 2019-Kalender und den Formel E 2019/2020-Kalender

Wenn Sie Informationen zu den Meisterschaften und Teams dieser Serie wünschen, zögern Sie bitte nicht, uns unter info@rtrsports.com zu kontaktieren.

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* Ich erinnere mich an die Beschwerden, die beim Übergang von 500cc 2-Takt auf MotoGP 4-Takt im Jahr 2002 laut wurden. Im Laufe der Jahre hat uns diese Kategorie einige der spektakulärsten Rennen aller Zeiten beschert und gilt heute als technologisch führend. Als die Hersteller erkannten, dass der Zweitakt aufgrund von Lärm und Umweltverschmutzung keine kommerzielle Zukunft mehr hatte, verbauten sie Viertaktmotoren. Ich denke, wir werden in ziemlich naher Zukunft den gleichen Übergang zwischen Viertakt- und Elektromotoren erleben.

Riccardo Tafà
Riccardo nasce a Gulianova, si laurea in legge all’Università di Bologna e decide di fare altro, dopo un passaggio all’ ISFORP (istituto formazione relazioni pubbliche) di Milano si sposta in Inghilterra. Inizia la sua carriera lavorativa a Londra nelle PR, prima da MSP Communication e poi da Counsel Limited. Successivamente, seguendo la sua insana passione per lo sport, si trasferisce da SDC di Jean Paul Libert ed inizia a lavorare nelle due e nelle 4 ruote, siamo al 1991/1992. Segue un breve passaggio a Monaco, dove affianca il titolare di Pro COM, agenzia di sports marketing fondata da Nelson Piquet. Rientra in Italia e inizia ad operare in prima persona come RTR, prima studio di consulenza e poi società di marketing sportivo. 
Nel lontanissimo 2001 RTR vince il premio ESCA per la realizzazione del miglior progetto di MKTG sportivo in Italia nell’anno 2000. RTR tra l’altro ottiene il maggior punteggio tra tutte le categorie e rappresenta L’Italia nel Contest Europeo Esca. Da quel momento, RTR non parteciperà più ad altri premi nazionali o internazionali. Nel corso degli anni si toglie alcune soddisfazioni e ingoia un sacco di rospi. Ma è ancora qua, scrive in maniera disincantata e semplice, con l’obiettivo di dare consigli pratici (non richiesti) e spunti di riflessione.
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